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Freitag, 25. April 2008

"The Sound of Music" im Salzburger Marionettentheater

Europapremiere des Broadwayklassikers in neuen Dimensionen

Nürnberg - Die Einzigartigkeit einer Theateraufführung durch Hauptdarsteller, die scheinbar die Gesetze der Gravitation außer Kraft setzen können, lässt die Zuschauer der Marionettenversion von "The Sound of Music" in eine völlig neue, hinreißende Welt eintauchen. Das Spiel mit den Raum Dimensionen verführt die Sinne, die Illusion als Realität zu empfinden. So scheinen Maria, Georg, die sieben Kinder und alle anderen Figuren dank der virtuosen Fingerartistik von 10 Puppenspielern wirklich lebendig zu sein.

Es ist ein faszinierendes Erlebnis zu sehen, wie die, von den Einschränkungen eines herkömmlichen Bühnenbetriebes losgelösten "hölzernen Gesellen" durch die Kunstfertigkeit ihrer "Strippenzieher" lebendig werden, wie sie sich bewegen, wie sie tanzen, wie sie singen, gerade als ob es wirkliche Menschen sind, all das unabhängig von räumlichen Grenzen.

Grundlage dieser anrührenden Familiengeschichte sind die Aufzeichnungen der Maria Augusta von Trapp, in denen sie das bewegende Schicksal der Trapp-Familie beschreibt:
Die Novizin Maria wird als Erzieherin in das Haus des verwitweten Barons Trapp geschickt, der seine 7 Kinder mit eiserner Disziplin und nach strengem, militärischem Reglement erzieht. Maria bringt wieder Lachen, Fröhlichkeit, Musik und Liebe in die Familie.

Während für die neue Trapp-Familie der Himmel voller Geigen hängt, ziehen am politischen Himmel dunkle Wolken auf. Der Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland steht unmittelbar bevor.

Weltbekannt ist der 1965 erschienene, mit 5 Oskars ausgezeichnete, Film "The Sound of Music" mit Julie Andrews und Christopher Plummer in den Hauptrollen; das Lied "Edelweiß" ist eine der am meisten verkaufte Single-Schallplatte der Musikgeschichte.

2005 wurde das Musical in das Repertoire der Wiener Volksoper aufgenommen, und seit November 2006 läuft "The Sound of Music" als Andrew Lloyd Webber-Produktion mit riesigem Erfolg im Londoner Palladium.

Tanzen werden die Puppen in der Salzburger Marionettenfassung nach Anweisungen von Regisseur Richard Hamburger, einem Amerikaner, der das im Original drei Stunden lange Musical auf rund 90 Minuten gekürzt hat.

Die Musik des Originalmusicals wurde vom Istropolis Philharmonic Orchestra Bratislava unter der musikalischen Leitung von Larry Blank eingespielt, die Broadway Musical Sänger und Sängerinnen wurden in New York aufgenommen.

Insgesamt spielen über 100 Puppen im Stück, alle in Originalkostümen, die ausschließlich in den Werkstätten des Salzburger Marionettentheaters hergestellt wurden.

Austria Wordpress

Montag, 11. Juni 2007

Virtuelle Puppen machen Barbie Konkurrenz

SOCIAL-NETWORKING FüR DIE JüNGSTE GENERATION

Klassische Barbie hat ausgedient

Virtuelle Welten werden zunehmend
auch für ganz junge Nutzer zum beliebtesten Zeitvertreib. In den USA
boomen derzeit besonders Webseiten, auf denen vornehmlich Mädchen
virtuelle Puppen einkleiden und Kontakt zu ihren Freundinnen
aufnehmen können. Die Puppen-Welten im Internet machen klassischen
Spielsachen wie der berühmten Barbie ordentlich Konkurrenz. Das
Online-Spielen auf Portalen wie Club Penguin
http://www.clubpenguin.com , Cartoon Doll Emporium
http://www.cartoondollemporium.com oder Stardoll
http://www.stardoll.com scheint andere, reale Freizeitaktivitäten
für die Mädchen im Grundschulalter deutlich in den Hintergrund zu
drängen, berichtet die New York Times.

Ein nicht unwesentlicher Punkt, der für die Webseiten-Püppchen
spricht, sind die Kosten. Denn die meisten Plattformen sind
werbefinanziert und bieten ihre Inhalte gratis an, während eine neue
"echte" Puppe immer auch eine Geldfrage ist - besonders aus Sicht der
Kinder. Im Prinzip funktionieren die Puppen-Seiten wie die typischen
Networkingseiten MySpace oder Facebook. Sie sind eben nur speziell
auf ganz junge Nutzer ausgerichtet, die teilweise ihre allerersten
Erfahrungen im Internet sammeln.
Um den Trend zu virtuellen Puppen kommt selbst die lang bewährte
Barbie nicht herum. Der Hersteller Mattel hat mittlerweile auch ein
eigenes Internetangebot für die berühmte Puppe eingerichtet. Unter
BarbieGirls.com http://www.barbiegirls.com können virtuelle
Versionen der Barbie an- und umgezogen werden. Trotz aller Euphorie
für die Klein-Mädchen-Onlineparadiese warnen Soziologen auch davor,
dass die Kinder in diesem sehr jungen Alter zu viel Zeit in der
Virtualität verbringen. Für diese Altersgruppen seien die Grenzen
zwischen Realität und virtueller Welt noch sehr fließend und
schwieriger zu unterscheiden als für Teenager oder Erwachsene.